Black Stories - rabenschwarze Rätsel

black-stories.jpg Nur durch die richtigen Fragen kommt man ihnen auf die Spur
Rezension Black Stories in PDF

Was für ein Spieltyp:
Rätselkrimi, Rate- und Kommunikationsspiel

Einsatz im DaF-Unterricht:
Kommunikation: Ja/Nein-Fragen, Vermutungen, Verdächtigungen äußern, Hypothesen aufstellen, argumentieren, analysieren.
Das Hörverstehen wird trainiert, wenn die Spielleitung das Szenario der Ausgangssituation anleitet; das Leseverstehen für Lernende, die die Spielleitung übernehmen.
Wortschatz: Krimi, Delikte, Verbrechen

Niveau:
Ab B1.1

Gruppengröße:
Ab 3 Personen, es ist jedoch interessanter in größeren Gruppen mit bis zu 15 Personen

Mehrere Gruppen möglich ?
Von der Anzahl der Karten her möglich, aber nicht wünschenswert bzw. notwendig

Dauer:
15 bis 25 Minuten pro Fall

Was das Spiel enthält:
50 Karten, auf denen illustrierte Rätsel-Geschichten und ihre Lösungen beschrieben sind.

Worum geht es:
Durch Fragen, Raten und Knobeln wird gemeinsam ein Tathergang rekonstruiert. Die Spielleitung (vom Autor als „Gebieter“ betitelt) gibt einen Fall (meistens ein Mordszenario) vor, das aus einem bzw. maximal drei Sätzen besteht und fragt die Ratenden, was wohl passiert sei. Die Ratenden beginnen mit ihren Fragen, wobei die Spielleitung nur mit „ja“ oder „nein“ antworten darf. Nur wenn die KriminalistInnen gar nicht weiter kommen, kann durch weitere Indizien Hilfestellung geleistet werden.

Variationen/Erfahrungen mit dem Spiel im DaF-Unterricht:
Vor dem Spiel kann die Rategruppe durch ein Brainstorming zum Thema „Mord und Verbrechen“ eingestimmt werden, damit ihnen später das nötige „Handwerkszeug“ für die Fragen zur Verfügung steht. Unbekannte Wörter können natürlich während des Spiels jederzeit geklärt werden.

Das Spiel ist nur spielbar, wenn man nicht die Lösung eines Falls kennt. Deshalb sollte man den ganzen Kartensatz mitnehmen, um genügend Auswahl zu haben, da manche TeilnehmerInnen schon einige Geschichten aus anderen Zusammenhängen kennen. Auch wenn der/die Lehrende selbst Spaß am Mitraten hat, sollte er/sie sich davor hüten, die Lösungen vorher zu studieren.


In Gruppen, in denen das Fragen schleppend vor sich geht, da die SpielerInnen nicht wissen, was und wie sie fragen sollen oder in eine Sackgasse geraten sind, ist es gut, wenn der/die Kursleiter/in Hilfestellung gibt: („Ihr könntet ja auch mal so oder so fragen…“) bzw. beim ersten Fall offensiv miträt und sich dann bei den nächsten Fällen mehr und mehr zurückzieht.

Unsere Wertung:
+ mit großen Gruppen spielbar
+ überaus spannend
+ Illustration auf jeder Fallkarte als ersten (auch mitunter irreführenden) Hinweis zur Lösung
+ im handlichen Format (kleiner als ein Taschenbuch)
-
leider fast nur tödlich endende Fälle. Die morbiden Geschichten (vom Autor beabsichtigt) sind nicht jedermanns Geschmack

Autor/Spieleverlag:
Black Stories ist eine Idee von Holger Bösch, illustriert von Bernhard Skopnik. Von dem Spiel gibt es mittlerweile auch einen zweiten und dritten Teil (d.h. insgesamt 150 verschiedene Fälle!), im Moses Verlag erstmalig 2004 erschienen.

Anmerkungen:
Die erste Ausgabe ist auch auf Englisch erhältlich, seit 2008 auch auf Französisch.
Preiskategorie: 1

Übrigens: Diese Spielbesprechung ist auf unserer Seite auch auf Englisch zu lesen

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Kommentare

4 Kommentare:

  1. Felicitas Eckert am 4.Dezember 2007 um 16:20 Uhr

    Ganz neu ist die Mystery-Edition link [www.moses-verlag.de] beim Moses-Verlag. Diese ist aber nicht für den allgemeinen Sprachunterricht geeignet, sondern nur für eingefleischte Fantasy-Kenner und Fans! Am besten gefällt mir persönlich immer noch die erste Ausgabe von Black Stories link [www.moses-verlag.de]

    Wer es nicht so “schwarz” (morbide, blutig) mag, kann natürlich selbst harmlosere Rätselgeschichten konstruieren. Einen großen Fundus an wahren (und auch vielen grausamen) Geschichten bietet die normale Tageszeitung. Im Anschluss an die Lösung des Rätsels kann dann die Zeitungsnotiz/der Artikel im Unterricht gelesen werden.

  2. Angélique am 28.Oktober 2008 um 22:33 Uhr

    FranzösichlehrerInnen aufgepasst: Nach der englischen Version gibt es nun auch eine französische!

  3. Felicitas Eckert am 29.Oktober 2008 um 09:17 Uhr

    Weitere Neuheiten 2008 sind neue Fälle in einer vierten deutschen Version und ein Gesellschaftsspiel.

  4. Ludolingua - Spiele im Fremdsprachenunterricht » Morbider Wortschatz für Krimispiele am 9.November 2008 um 23:58 Uhr

    [...] In Krimis (und in Polizeiberichten/Nachrichten) fließt oft Blut. (Nicht nur) die deutsche Sprache hat einen differenzierten morbiden Wortschatz. Hier findet ihr davon eine Auswahl, nützlich z.B. für die Spiele “Black Stories” oder “Memo-Crime”: [...]

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